Celtic Salawat
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Die Dichtergärten in der Welt des Islam sind ebenso zahlreich wie unbekannt. Annemarie Schimmel

IN DEN DICHTERGÄRTEN DER WELT DES ISLAM

Das Al Firdaus Ensemble, ansässig in Granada, wurde 2012 vom englischen Violinisten und Sänger Ali Keeler gegründet. Das Ensemble besteht aus Musikern, die aus England, Spanien und Marokko stammen.

 

Al Firdaus spielt normalerweise in Quartett- oder Quintettformation, ist jedoch vielseitig und kann je nach Wunsch der Ausrichtung des Konzerts als Trio oder in größeren Formationen auftreten. Das Ensemble spielt Konzerte auf internationalen Musikveranstaltungen in ganz Europa, in Bosnien, den USA, Marokko, Algerien, Tunesien, der Türkei, im Libanon und in Malaysia.

 

Der Name „Firdaus“

 

Inspirieren lässt sich das Ensemble vom persisch stammenden Wort "Firdaus", dem arabischen Namen für den höchsten Garten im Paradies (aus islamischer Sicht). Der interkulturelle Charakter dieses Namens spiegelt den Stil des Ensembles wider, in dem Musiker aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem kulturellen Background mit einem gemeinsamen Ziel zusammenkommen. Auf der Webseite des Ensembles heißt es, dass so wie Musiker ihre Instrumente anstimmen, müssen sie ihre Herzen darauf einstimmen, die Inspiration des Augenblicks zu empfangen und es auf das Publikum zu übertragen. Der traditionelle Begriff für diese Art von Musik wird "Semah" genannt, was so viel heißt wie die "Kunst des Zuhörens".

 

Der Musikstil des Ensembles

 

Der Klang ihrer Musik ist eine Kombination aus unterschiedlichen Musikstilen, wie westlich klassische Klänge, keltische Musik und dem Flamenco sowie neuen Arrangements zahlreicher Stücke aus der traditionell islamischen Sufi-Musik, die arabischen, andalusischen und türkischen Quellen entspringen. Die Lyrics sind überwiegend auf Arabisch und von der Poesie der bekannten Sufis des Al-Andalus sowie aus der arabischen Welt wie Ibn Arabi und Al-Shushtari inspiriert. Zudem besteht ihr Repertoire aus musikalischen Adaptionen von Gedichten in altem Spanisch (Aljamiado genannt), die von den Moriscos mittels arabischer Schrift niedergeschrieben wurden.

 

Sie verwenden eine Vielzahl an Instrumenten, eine Kombination aus persischen, arabischen und türkischen (z. B. Oud, Daf, Darbuka, Riq, Ney-Längsflöte usw.) und westlich klassischen Instrumenten (z. B. Geige, Cello usw.) sowie der Flamenco-Gitarre. Das Ensemble besteht aus eine Reihe von Sängern, von denen einige Solisten sind und andere, die in Chören singen.

 

Lobpreis im keltischen Musikstil

 

„Celtic Salawat“ ist ein Musikstück in Form eines Lobpreises, in welches das Ensemble im keltischen Stil den Propheten Muhammad, Frieden und Segen seien mit ihm, besingen. „Salawat“ beschreibt islamisch gesehen die Handlung, Gott um Segen und Friedensgrüßen für den Propheten Muhammad und seine Familie zu erbitten, mit der Hoffnung und dem Versprechen von Gott selbst, das damit viel Nutzen und göttlicher Beistand einhergeht aber auch und nicht zuletzt so auch die Ehrerbietung dem Propheten gegenüber ausgedrückt wird. Die Muslime, besonders die Familie des Propheten, seine Gefährten und die Nachfolgergenerationen, Heilige und andere Gelehrte und auch Poeten, haben zahlreiche solcher Grußformeln überliefert. Erwähnenswert auf diesem Gebiet sind die Texte des Gelehrten und Dichters Yusuf b. Isma’il al-Nabahani (1265-1350): The Muhammadan Litanies.

 

Diese gesangliche und instrumentale Interpretation des Al Firdaus Ensembles ist mit ihrem keltischen Klang eine Besonderheit, dringt augenblicklich in die Herzen ihrer Zuhörer und spiegelt die kulturellen Unterschiede unter den Muslime wider, die der Islam begrüßt und die sich vermutlich in der Musik der Muslime, als Kunstform, am meisten ausdrücken.

Al Firdaus Ensemble: Alben anhören

Albumcover von Brother Ali

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Die Dichtergärten in der Welt des Islam

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